Adalbert Allhoff-Cramer, Volker Griese, René Vormweg. Foto: Andreas Löbel



Die erste Präsentation des Balver Lüll erfolgt am Freitag vor dem Balver Schützenfest.
Im Vorgarten der Apotheke findet der Verkauf von Sixpacks und die Verkostung des neuen Bieres statt. Es wird frisch gezapft.

Anschließend geht es weiter mit dem gezapften Balver Lüll: Im Balver Lüll (Drostenkeller), im Haus Drei Könige und im Ballova! Und beim Heiligabend wird es das Bier auch geben.
Für Eilige: Die Kneipen zapfen angeblich schon ab Donnerstag Abend!


Liebe Freunde des Güldenen Labsals!

Was lange gärt, wird endlich gut!

Wie gut, davon konnte ich mich gestern bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des „Balver-Lüll“ persönlich überzeugen. Ich freue mich, euch mitteilen zu dürfen, dass meine wiederholten Missionierungsversuche im Märkischen Kreis und im Sauerland letztendlich doch noch erfolgreich waren. Ich konnte als Geburtshelfer bei einer Neuinterpretation eines traditionsreichen Bieres mithelfen: Balver Lüll is back!

Dank des unerschütterlichen Glaubens der brauenden Protagonisten Julius, René und Volker, der ordnenden Hand der im Sinne der Hildegard von Bingen wirkenden Cordula, und der treibenden Kraft des „Spiritus Rector“ Adalbert ist diese meine Hoffnung (mal wieder) wahr geworden.

Man muss im Sauerland keine langweiligen Biere trinken!

Dazu ist es nicht nur lecker, sondern auch noch regional mit 25 km Anreise aus Iserlohn. Feinhopfig, naturtrüb und mit einem warmen Kupferton. 

Aber, auch hier gilt die Binse: der Wurm muß nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch!

Also macht euch selbst ein Bild beim nächsten Besuch im Sauerland: erst in die Höhle und dann zum Lüll…oder umgekehrt…oder Lüll statt Höhle!?

Dem Team ein herzliches „Allzeit gut Sud und Gott gebe Segen drein“!

Gruß aus Bochum!

Gerhard Ruhmann


René Vormweg im Bierlager – Alte Blasius-Apotheke

Pfingsten ´25:
Die Balver Lüllbrauer bringen das Projekt an den Start: 10 Hektoliter naturtrübes obergäriges Bier wurden bei der Iserlohner Waldstadt-Braumanufaktur in Auftrag gegeben, nach bewährter Balver Rezeptur. Die Brauvorgaben stammen aus Balve, die fachgerechte Produktion übernimmt Braumeister Oliver von Wrede.

Eine erste Verkostung des neuen Bieres erfolgte am Freitag dem 06. Juni in den Räumen der Braumanufaktur im Grüner Tal, in Anwesenheit von Braumeister a.D. Gerd Ruhmann. Er hatte vor Jahren den Tipp zur Sicherung der Markenrechte gegeben und stand uns mit seinem reichen Wissen um die Bierproduktion mit Rat und Tat zur Seite (hier im Bierbad in Chodovar Plana, Egerland).

Gerd Ruhmann im Bierbad

Gerd Ruhmann ist ein erfahrener Braumeister aus dem Ruhrpott, mit engen Verbindungen ins Sauerland. Er ist seit Beginn als Museumsführer im Dortmunder Brauereimuseum aktiv (hier beim Gang durch das Bauereimuseum).

Ruhmann hat am „Brauhausführer Ruhrgebiet“ aktiv mitgearbeitet und nach Ende seiner beruflichen Tätigkeit viele Brauseminare veranstaltet, weit über den Kreis des Ruhrgebiets hinaus bis ins Sauerland. Auch wir Balver „Lüllbrauer“ haben bei ihm das Handwerk gelernt.

Im Bier & Brauhaus-Interview „Ein Ruhri erklärt den Ruhrpott“ macht Ruhmann klar, warum die Vielfalt den Pott ausmacht, wieso Bier Heimat braucht und was das alles mit dem Seelenheil zu tun hat (vgl. auch hier)

Wie wird das Bier?

Das Balver Lüll bekommt nach dem ersten Eindruck eine goldgelbe Farbe, die an Bernstein erinnert, ein frisches Aroma und einen vollmundigen Geschmack mit einer charakteristischen herben Note. Allerdings war das Bier zum Zeitpunkt der Erstverkostung noch nicht ganz ausgereift. Dies braucht naturgemäß Zeit. Einige Wochen werden also noch ins Land gehen bis zur ersten Auslieferung.

Die Vorbereitungen für den Vertrieb sind in vollem Gange. Für die öffentliche Präsentation ist der 18. Juli vorgesehen, der Freitag vor dem Balver Schützenfest, und zwar in der Stadtmitte vor der alten Blasius-Apotheke.