Bereits der mittelalterliche Geschichtsschreiber Hermann Fley, genannt Stangefol (1575–1655) erwähnte in Buch 3 seiner vierbändigen „Annales Circuli Westphalica“ das Balver Lüll:

Quelle: Annales Circvli Westphalici p. 388/389. Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Zitat: „Nota. Balve ist eine freie hanse Statt / gehört under Arnsberg / hat etliche Meilwegs gewäldt / seind daselbst jährlichs 4 Marckte / 1. auff Lechtmeß / 2. auff Joannis mitsommer / 3. auff Decollationis Ioan. / 4. auff Andreae / hier selbst wird ein zimliches Bier gebrawet / Lul genant.“ *)
Der verdiente Heimatforscher Josef Pütter ergänzte in seinem Buch „Sauerländisches Grenzland im Wandel der Zeit“ den Originaltext geringfügig („prächtiges Gewäldt“) und beendete das Zitat mit „und im ganzen Lande bekannt ist“ .
*) „ziemlich/zimlich/zimmlich“, ein Wort von großem Bedeutungsumfang: ‚angemessen, gelegen, passend, geeignet, zuträglich, bekömmlich, ordentlich, geziemend, gebührend, recht und billig, kostbar, stattlich“ . Heute meist einschränkend verwendet (vgl. Grimm´sches Wörterbuch).
